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Pfälzerwald

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Die Grenzregion zwischen Deutschland und Frankreich – insbesondere rund um Pfalz, Elsass und Lothringen – ist geprägt von jahrhundertelangen Gebietsstreitigkeiten.

In Pfälzerwald und Nordvogesen werden nach dem ersten Weltkrieg der Westwall auf deutscher Seite und die Maginot-Linie auf französischer Seite als Abschreckungs- und Verteidigungslinien gebaut. Der Kontakt der Bevölkerung über die Grenze hinweg wird unterbunden.

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Nach dem Zweiten Weltkrieg braucht es lange, bis die Wunden heilen und sich die benachbarten Länder wieder die Hände reichen.

Heute arbeiten die Regionen eng zusammen. Europa ist stärker zusammengewachsen und die deutsch-französische Freundschaft redensartlich.

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Seit 1998 bilden Pfälzerwald und Nordvogesen zusammen ein UNESCO-Biosphärenreservat. Für Deutschland ist es das erste grenzüberschreitende Biosphärenreservat überhaupt.

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Ein Großteil des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen besteht aus dichtem Wald. Es ist die größte zusammenhängende Waldfläche Westeuropas.

Imposante Sandsteinfelsen, Schluchtwälder, zahlreiche Burgen, Bäche und Weinhänge prägen die Landschaft.

Besiedelt ist nur ein kleiner Teil des Gebiets.

Heute sind hier seltene Tier- und Pflanzenarten zu Hause: wie zum Beispiel Luchs, Zaunammer, Lungenenzian und Prachtnelke. Die Natur hat sich von der früheren Grenzziehung erholt.

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Inzwischen ist die Grenze fast unsichtbar. Das Gebiet wird immer stärker als geographische Einheit gesehen. So kann die Biodiversität gemeinsam und grenzüberschreitend geschützt werden.

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Trotz allem sind einige Biotopflächen und Arten isoliert. Aufgrund von landwirtschaftlicher Nutzungsintensivierung, Aufforstungen, mangelnder Pflege oder anderen Aktivitäten liegen sie voneinander getrennt. Das führt dazu, dass die Artenvielfalt mit der Zeit abnimmt.

Das Naturschutzgroßprojekt „Neue Hirtenwege“ tritt dem nun im Rahmen des Bundesförderprogramms „chance.natur-Bundesförderung Naturschutz“ entgegen.

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Das Projekt schafft neue Hirtenwege. Wanderschäferherden sollen dafür gewonnen werden, Biotoppflegemaßnahmen auf zusätzlichen Brachflächen mit ihren Tieren zu unterstützen.

Die Beweidung des Grünlands durch Schafe und Ziegen ist für die Erhaltung der Artenvielfalt essentiell: breitet sich der Wald ungebremst aus, würden seltene Arten verschwinden. Zudem transportieren die ziehenden Schafherden über ihr Fell Samen und Insekten und fördern so die Vernetzung der isoliert liegenden Biotopflächen und Populationen.

Dadurch entsteht ein lebender Biotopverbund, der über Jahrhunderte den südwestdeutschen Raum prägte und den man mit Hilfe des „chance.natur“-Projekts fördern und reaktivieren möchte.

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Biosphärenreservate sind Modellregionen und Lernorte für nachhaltige Entwicklung. Hier wird nachhaltiges Wirtschaften des Menschen im Einklang mit der Natur gefördert.

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Im Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen stehen Holz- und Forst-, Landwirtschaft, Weinbau und Tourismus im Zentrum des nachhaltigen Wirtschaftens.

Es ist das einzige Biosphärenreservat in Deutschland, in dem Wein wächst.

Der Weinbau am Haardtrand ist auch als Deutsche Weinstraße bekannt.

Zahlreiche Weingüter sind Mitglied im Netzwerk „Partner des Biosphärenreservats“ und haben auf ökologischen Weinbau umgestellt.

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Unter dem Motto „Nachhaltig leben auf pfälzisch!“ haben sich fast 60 Betriebe zu einem Netzwerk „Partner des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen“ zusammengeschlossen.

Welche Chancen bringt die Vermarktung durch das Biosphärenreservat?

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Mitglied des Netzwerks „Partner des Biosphärenreservats“ ist auch Axel Heinz.
Er ist Bio-Imker.

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Biosphärenreservate sind das wichtigste Instrument des UNESCO-Programms „Der Mensch und die Biosphäre“.

Inzwischen gibt es weltweit knapp 700 solcher Modellregionen, die nachhaltige Entwicklung verwirklichen und Lebensräume erhalten, für den Ausgleich der Interessen von Umweltschutz und Wirtschaft und ein Zusammenleben von Mensch und Natur werben. 16 davon befinden sich in Deutschland.

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UNESCO-Biosphärenreservate, -Welterbestätten, -Geoparks, Formen des Immateriellen Kulturerbes und das Weltdokumentenerbe sind Zeugnisse der Geschichte und eine Basis für die Gestaltung einer friedvollen Zukunft.

Sie zu erhalten, für interkulturellen Dialog und globale Partnerschaften zu nutzen und mit ihnen Zukunft zu gestalten, ist das zentrale Anliegen der UNESCO.

Die UNESCO ist die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation.

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Bilder:
Titelbild: CC BY-NC-ND 2.0 Stefan Baudy
S. 1: CC BY-SA 3.0 Bundesarchiv, Bild 121-0468
S. 2: CC BY-SA 3.0 Bundesarchiv, Bild 146-1986-013-19 / Mehls
S. 4: © Dr. Hans-J. Aubert
S. 6: © Dr. Hans-J. Aubert
S. 8: © Günther Wagner
S. 13: CC BY-ND 2.0 zenithe
S. 15: © Dr. Hans-J. Aubert
S. 16: CC BY-NC-ND 2.0 Dominik Ketz/Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH
S. 18: © Dr. Hans-J. Aubert
S. 19: © Dr. Hans-J. Aubert
S. 20: © CC BY-NC-ND 2.0
S. 21: © Dominik Ketz
S. 22: © UNESCO

Videos:
© Deutsche UNESCO-Kommission

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